BAFA Förderwettbewerb
Erhöhte Förderquoten für ambitionierte Effizienzprojekte im Wettbewerbsverfahren.
Antragsberechtigung
Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft aller Branchen und Größen. Der Förderwettbewerb richtet sich an Betriebe die besonders ambitionierte Effizienzprojekte mit langen Amortisationszeiten umsetzen wollen und die erhöhte Förderquote des Wettbewerbsverfahrens nutzen möchten.
Wichtig: Für dieselbe Maßnahme können Förderwettbewerb und EEW-Zuschuss nicht kombiniert werden.
Der Unterschied zum Standard-EEW
Nicht jedes Projekt bekommt automatisch Förderung. Alle Anträge einer Runde werden nach ihrer Fördereffizienz in eine Rangfolge gebracht. Bewilligt werden die Besten bis das Rundenbudget (60 Mio. EUR) ausgeschöpft ist.
Nur Maßnahmen die sich ohne Förderung erst nach mindestens 4 Jahren rechnen sind zugelassen. Das schließt einfache Austausche aus und fokussiert auf wirklich ambitionierte Projekte.
THG-Einsparung pro Fördereuro und Jahr. Je effizienter das Projekt aus Klimaschutzsicht, desto besser die Rangposition. Bei gleicher Fördereffizienz gewinnt das Projekt mit höherer absoluter THG-Einsparung.
Ein Energieberater aus der Energieeffizienz-Expertenliste muss ein Einsparkonzept erstellen. Unternehmen mit zertifiziertem Energie- oder Umweltmanagementsystem können das intern erstellen.
Bis zu 20 Mio. EUR pro Vorhaben. deutlich mehr als im Standardprogramm EEW. Keine Begrenzung auf einen festen Förderprozentsatz: Die Summe ergibt sich aus dem Wettbewerb.
Eine Kombination mit EEW-Zuschuss oder -Kredit für dieselbe Maßnahme ist ausgeschlossen. Separate Maßnahmen im selben Unternehmen können aber parallel laufen.
Welche Investitionen in den Wettbewerb passen
Umstellung von Dampf- oder Hochtemperaturprozessen von fossilen Brennstoffen auf Wärmepumpen, Solarthermie oder Biomasse. Hohe THG-Einsparung bei oft langen Amortisationszeiten.
Wärmerückgewinnung aus energieintensiven Prozessen für andere Betriebsbereiche oder externe Abnehmer. Hoher absoluter THG-Effekt bei langer Amortisationszeit.
Optimierung von Produktionsprozessen mit dem Ziel, Energie- und Materialverbrauch zu senken. Energiemanagementssysteme, Sensorik, MSR-Technik als Teil einer Gesamtinvestition.
Wichtig: Der Förderwettbewerb eignet sich für Investitionen ab ca. 500.000 EUR, bei denen die Amortisationszeit ohne Förderung mindestens 4 Jahre beträgt. Darunter ist das Standard-EEW-Programm oft der bessere Weg.
Was in bisherigen Runden tatsächlich gefördert wurde
Drei echte, real geförderte Projekte aus dem Förderwettbewerb, anonymisiert wie sie auch beim Projektträger veröffentlicht sind. Sie zeigen, wie unterschiedlich die Maßnahmen sein können, vom Metallwerk bis zur Biogasanlage.
Wärmeschutz an Stoßöfen
Ein Warmbandwerk rüstet die Ofentüren von drei Stoßöfen mit energetischem Hitzeschutz nach und verlegt die Kühlung nach außen. Das vermeidet Wärmeverlust beim Transport zwischen Ofen und Werk. Jährliche Einsparung: rund 13.900 Tonnen Treibhausgase.
Elektrifizierte Trocknung
Ein Futtermittelhersteller ersetzt einen erdgasgetriebenen Drehrohrofen und einen ölgetriebenen Durchlauftrockner durch eine elektrisch betriebene Vakuumtrocknungsanlage. Jährliche Einsparung: rund 2.618 Tonnen Treibhausgase.
Wärmedämmung an einer Biogasanlage
Ein Biogasanlagenbetreiber tauscht das Dach am Nachgärer gegen ein wärmegedämmtes Tragluftdach, die eingesparte Heizleistung fließt in einen Trocknungsprozess. Jährliche Einsparung: rund 275 MWh Erdgas, 55 Tonnen Treibhausgase.
Quelle: wettbewerb-energieeffizienz.de, Übersicht der geförderten Projekte. Dort finden Sie weitere Beispiele, gefiltert nach Branche und Technologie.
Was die bisherigen Runden gekostet haben
Der Median der Gewinner zeigt, wie viel Förderung je eingesparter Tonne CO2 pro Jahr in den bisherigen Runden im Schnitt bewilligt wurde. Das ist keine amtliche Grenze, sondern ein Erfahrungswert aus den veröffentlichten Rundenergebnissen, er hilft aber bei der Einschätzung, ob ein Vorhaben realistische Chancen hat.
| Runde | Zeitraum | Status | Median der Gewinner |
| 5/2026 | 1. Sep. bis 31. Okt. 2026 | offen | noch offen |
| 4/2026 | 1. Jul. bis 31. Aug. 2026 | laufend | noch offen |
| 3/2026 | 1. Mai bis 30. Jun. 2026 | abgeschlossen | in Auswertung |
| 2/2026 | 1. Mrz. bis 30. Apr. 2026 | abgeschlossen | 346,85 €/t |
| 1/2026 | 1. Jan. bis 28. Feb. 2026 | abgeschlossen | 347,99 €/t |
| 5/2025 | 1. Nov. bis 22. Dez. 2025 | abgeschlossen | 341,02 €/t |
| 4/2025 | 1. Sep. bis 31. Okt. 2025 | abgeschlossen | 374,80 €/t |
| 3/2025 | 1. Jul. bis 31. Aug. 2025 | abgeschlossen | 364,69 €/t |
Alle Werte je Runde 60 Millionen Euro Budget. Quelle: wettbewerb-energieeffizienz.de, Übersicht der Wettbewerbsrunden.
Von der Idee zum Wettbewerbserfolg
Der Förderwettbewerb belohnt Vorbereitung. Wir strukturieren Ihr Projekt.
01
Eignung prüfen
Amortisationszeit und Effizienzpotenzial
Lohnt sich der Wettbewerb für Ihr Projekt? Wir beurteilen Eignung und realistische Förderquote.
02
Projektkonzept entwickeln
Technische und wirtschaftliche Ausarbeitung
Vollständige Effizienzberechnung, Kostenkalkulation und Projektbeschreibung für den Wettbewerb.
03
Runde beobachten und einreichen
Mehrere Runden im Jahr
Es gibt mehrere Wettbewerbsrunden pro Jahr, mit je eigenem Budget. Wer vorbereitet ist, kann die nächstpassende Runde nutzen.
04
Umsetzung und Nachweis
Begleitung nach Bewilligung
Wir begleiten die Umsetzung und erstellen den Verwendungsnachweis bis zur Auszahlung.
FAQ zum Förderwettbewerb
Ist Ihr Projekt für den Förderwettbewerb geeignet?
Wir prüfen ob Ihr Vorhaben die erhöhte Förderquote erreichen kann. kostenlos und unverbindlich.